CONSTRUCTION ECONOMY

BAUÖKONOMISCHER DISKURS

Die klassische Bauökonomie umfasst sich damit die PLANUNG, die BAUSTELLE, die BAUKOSTEN und die BAUTERMINE hinsichtlich der Kosten zu optimieren. Dieser Ansatz ist uns in zweifacher Hinsicht zu kurz gedacht.

KOSTENbegriff

In der klassischen Bauökonomie stehen nur die KOSTEN in der Betrachtung. Die Komplexität des Kostenbegriffs wird bereits aus der differenzierten Betrachtung aus den Grundbegriffen der internen Rechnungslegung (Kosten-Leistung-Rechnung) deutlich:

In der praktischen Anwendung wird der Kostenbegriff darüber hinaus in der Regel mit den AUSGABEN verwechselt. Die Folge einer solchen eindimensionalen und falschen Informationsgrundlage sind zwangsläufig falsche Entscheidungen.

WIRTSCHAFTLICHKEIT

Wirtschaftliches Handeln bedeutet jedoch ein optimales Verhältnis von ERTRAG ZU AUFWAND oder einem optimalen Verhältnis von LEISTUNG ZU KOSTEN zu erzielen.

Es wird deutlich, dass WIRTSCHAFTLICHKEIT immer die Relation zweier Größen darstellt, wobei jede Größe in sich mehrere Aspekte beinhaltet.

 

betrachtungsumfang

In der klassischen Bauökonomie sind die Planungsphase und die Bauphase, maximal auch die Betriebsphase, Gegenstand der Betrachtung. Die Orientierungs-, die Initiierungs- und Konzeptionsphase sind jedoch nicht Gegenstand der Betrachtung., aber genau in diesen Phasen werden die wichtigsten Grundlagen hinsichtlich der Baukosten bestimmt. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen mit dem Verständnis der klassischen Bauökonomie zu versuchen bereits im Vorfeld eingeleitete fehlerhafte Entscheidungen z.B. durch eine Ausschreibung zu kompensieren.

In der frühen Projektierungsphase entstehen wenige (aber wichtige) Informationen, aha derer grundsätzliche Entscheidungen über die zukünftigen Baukosten und Betriebserträge getroffen werden. In der Planungs- und Bauphase sowie dem späteren Betrieb explodiert hingegen die Menge an Informationen.

 

Deshalb legen wir in der Planungsphase besonderen Wert darauf die wichtigsten Informationen zu identifizieren, zu beherrschen und mit den Projektbeteiligte zu kommunizieren. Dadurch wird gewährleistet, das jeder Projektbeteiligte zum richtigen Zeitpunkt über die für ihn wichtigen Informationen verfügt. Durch diese Praxis bieten wir den Projektbeteiligten eine verlässliche Informationsgrundlage, aus denen sich dann die richtigen Entscheidungen ableiten lassen.

WERTORIENTIERUNG

Bei der wertorientierten Projektentwicklung steht zunächst das Erreichen eines möglichst hohen Ertrages im Vordergrund. Damit wirken wir direkt und indirekt auf die Werte der jeweiligen Projektstufen ein:

 

• ist der Umsatzerlös hoch, dann ist auch der ertragsabhängige Mietzins hoch,

• daraus ergibt sich ein hoher Immobilien-Betriebswert,

• unter Abzug der Baukosten und Baunebenkosten ermittelt sich dann das Residuum,

• und unter Abzug der Grundstückskosten der Wert der Projektrechte.

 

Dabei gilt es zu prüfen, ob mit dem Schaffen von Mehrwerten auch Mehrkosten entstehen. Diese müssen schlichtweg geringer ausfallen, als die geschaffenen Mehrwerte. Daraus wird deutlich, dass wir trotz dessen, dass der Focus auf dem Ertrag liegt, wir auch preis- und kostensensibel arbeiten.